Schweizer Immobilienmarkt entwickelt sich im europäischen Vergleich weiterhin stabil…

Mit mehr als 17’000 Standorten in über 33 Ländern ist RE/MAX das grösste Immobiliennetzwerk Europas. Auch in der Schweiz ist RE/MAX Marktführer bei der Vermittlung von Wohneigentum. Der RE/MAX Europe Housing Report zeigt auf, dass sich der Schweizer Immobilienmarkt im europäischen Vergleich 2016 weiterhin stabil entwickelt.

Der regelmässig durch RE/MAX publizierte RE/MAX Europe Housing Report widerspiegelt die Entwicklung in den Immobilienmärkten der über 33 europäischen Länder, in welchen das weltweit führende Immobiliennetz­werk mittlerweile tätig ist. Während politische Gegebenheiten wie der Brexit in Grossbritannien für zum Teil grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Märkten verantwortlich sind, ist eines allen gemeinsam: der signifikante Einfluss der historisch tiefen Zinsen. In einem Grossteil der europäischen Immobilienmärkte führten diese in den vergangenen Monaten zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohneigentum und in der Folge zu einem moderaten Preisanstieg.

In Frankreich und Österreich verzeichnete RE/MAX seit 2015 nur einen leichten Anstieg der Preise für Liegenschaften um 0,5% bzw. 0,9%. Die Experten rechnen hier weiterhin mit stabilen Preisen, auch wenn das Angebot an Verkaufsobjekten insbesondere in Frankreich zurzeit die Nachfrage übersteigt: Laut Google wurde der Begriff «vendre» (verkaufen) im Zusammenhang mit Immobilien in den vergangenen Monaten fast 20mal häufiger in die Suchmaschine eingegeben als «acheter» (kaufen). Auch in Italien wollen nach der Wirt­schaftskrise wieder mehr Menschen in ein Eigenheim investieren, wodurch dort die Preise seit 2015 durch­schnittlich um 1% gestiegen sind.

Einen starken Anstieg der Immobilienpreise weist hingegen Deutschland aus. Seit 2015 hat sich dort Wohn­eigentum um gut 11% verteuert – jedoch mit sehr starken regionalen Unterschieden. Laut den lokalen RE/MAX-Experten wird sich bei unserem nördlichen Nachbarn die Preisschere zwischen einigen wenigen Städten und den ländlichen Regionen noch weiter öffnen.

Interessant ist auch die Entwicklung in Spanien. Mit einer der höchsten Zweitwohnsitz-Raten Europas ist der dortige Immobilienmarkt auch stark von politischen Entscheidungen auf internationaler Ebene abhängig. Aber insbesondere aufgrund der Nachfrage der einheimischen Bevölkerung, die sich dank insgesamt besserer Wirtschaftslage und sinkender Arbeitslosigkeit wieder erholt hat, sind in Spanien die Immobilienpreise seit 2015 um gut 6% gestiegen. Vor allem im Zuge ausländischer Investitionen werden in Portugal Immobilien im Vergleich zu 2015 sogar um gut 14% teurer gehandelt. Immer noch überaus angespannt präsentiert sich hingegen die Lage in Griechenland: Dort kosten Liegenschaften durchschnittlich 2% weniger als noch im Vorjahr – RE/MAX rechnet für diesen Markt auch weiterhin mit sinkenden Preisen.

Schweiz: Anhaltende Seitwärtstendenz bei den Immobilienpreisen

In der Schweiz bewegt sich RE/MAX in einem generell stabilen Umfeld. Auch wenn die Preise für Eigentums­wohnungen gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken sind, führte ein moderater Preisanstieg bei den durch den Schweizer Marktführer vermittelten Einfamilienhäuser zu einer durchschnittlichen Verteuerung von Wohneigentum von rund 0,4%. Marco Röllin, Geschäftsführer RE/MAX Switzerland, geht davon aus, dass sich diese Seitwärtstendenz weiter fortsetzen wird: «Zwar sind die Zahlen der Einwanderung rückläufig, den­noch wächst die Bevölkerung in der Schweiz nach wie vor und damit – nicht zuletzt im Zusammenhang mit den tiefen Zinsen – auch die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden.»

Insbesondere in der Westschweiz übersteigt die Nachfrage momentan bei Weitem das Angebot: Dort wurde in den letzten Monaten gut 16mal häufiger nach Immobilienangeboten gegoogelt als nach Möglichkeiten zum Verkauf einer Liegenschaft. «Aber auch wir spüren die Verschiebung der Nachfrage vom mittleren und hohen Preissegment ins untere Segment», so Röllin weiter. Hier würden sich die verschärften Eigenkapitalanforde­rungen bei der Hypothekarvergabe durch die Banken, die den Erwerb von hochpreisigen Liegenschaften er­schweren, sowie die verminderte Zuwanderung vermögender Ausländer nachteilig auf den Markt auswirken. Der Immobilienexperte ist sich sicher: «Das Kaufinteresse wird sich auch weiterhin von den Regionen mit sehr hohen Immobilienpreisen – wie Zürich, Zug oder Genf – auf Gegenden mit bezahlbaren Eigentumswoh­nungen und Einfamilienhäuser verlagern.»